Jonas Burch – Nachwuchshoffnung aus Sarnen

Feierliche Präsentation von Siegermuni Elvis
29. September 2017

Jonas Burch – Nachwuchshoffnung aus Sarnen

Spätestens am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag im August 2017 in Alpthal machte der 18jährige Jonas Burch aus Stalden ob Sarnen auf sich aufmerksam. Er gewann in der ältesten Kategorie das Fest und krönte damit seine langjährige Jungschwingerkarriere. In dieser erkämpfte er nicht weniger als 57 Zweige. Den Zugang zum Schwingen fand Jonas schon als Kindergärtner durch seinen Vater Edi. Dieser leitete damals als ehemaliger Kranzschwinger die Trainings für die Jungen. Jonas fand sofort Gefallen am traditionellen Zweikampf und betreibt diesen bis heute mit grossem Trainingsfleiss. Sehr dankbar ist er, dass er bisher von Verletzungen verschont blieb. In der Zwischenzeit ist der Forstwart im 3. Lehrjahr zu einem richtigen Modelathleten mit den Traummassen von 1.91m und 97 kg herangewachsen.

Beträchtlicher Trainingsaufwand

Jonas feilt weiterhin an der Schwingtechnik sowie an der Kraft und Kondition. Er sieht sich als typischer Standschwinger mit Vorlieben für Kurz, Gammen und Kreuzgriff. In der Bodenarbeit will er sich noch verbessern. Die harten Trainings, geleitet von Altmeister Melk Britschgi, kommen ihm da gerade recht.
Im Winter trifft man Jonas zweimal im Schwingkeller und zweimal im Fitnesscenter an. Im Sommer wird das Krafttraining etwas reduziert. Dafür kommen während der Wettkampfsaison bis zu 15 Schwingfeste an den Wochenenden zusammen. Da bleibt neben der Arbeit und Schule kaum mehr Platz für anderes. Dies scheint aber Jonas recht zu sein. Er nimmt es wie es kommt und strahlt während dem Interview die Ruhe selbst aus. Auf die Frage, ob er an den Schwingfesten aufgeregt sei, meint er: „Ein Schwingfest läuft fast immer gleich ab. Es bringt nichts, sich nervös zu machen. Und abergläubisch bin ich auch nicht“.

Volle Agenda im 2018 – klare Ziele für die Zukunft

Jonas macht keinen Hehl daraus, dass er möglichst bald seinen ersten Kranz gewinnen möchte, am liebsten natürlich am Ob- und Nidwaldner Kantonalschwingfest in Kägiswil, organisiert von seinem eigenen Club. Er hofft, im 2018 mindestens 3 Kranzfeste bestreiten zu können, darunter auch das Bündner-Glarner Kantonalschwingfest in Arosa. Auch neben dem Sägemehlring ist im 2018 einiges geplant: Im Juni steht die Lehrabschlussprüfung an, bevor es nach Thun in die Panzersappeur-Rekrutenschule geht.
Bereits denkt der junge Athlet auch an das Eidgenössiche Schwing- und Älplerfest 2019 in Zug. Er will alles daran setzten, dass er sich für diesen Grossanlass qualifiziert.

Wir drücken Jonas jetzt schon die Daumen für eine unfallfreie Saison und wünschen ihm viel Glück und Erfolg im und ausserhalb des Schwingplatzes.

Redaktion: ONKS 2018, Ressort Medien
Bild: Tobias Meyer/ISV